Für drei Tage waren wir im Juli 2026 wieder mit unserem TATRA 603 in Tschechien unterwegs. Wir übernachteten auch diesmal in der Pension "U Labe" in Hradec Králové, die wir schon vom letzten Jahr kannten.
Auf der Hinreise machten wir Zwischenstation an der sehenswerten Burgruine Zvířetice in der Nähe von Mladá Boleslav.
Unser Ziel am nächsten Tag war die Adersbacher Felsenstadt: Dieses Gebiet mit wundersam von der Natur geformten Felsen hat uns sehr begeistert. Am Eingang gibt es eine kleine Landkarte, die durch das Gelände führt. Auf dem Rundgang kann man tatsächlich Figuren in den Felsen erkennen. Am besten gefielen uns das "Liebespaar" und "Bürgermeisterin" / "Bürgermeister". Die (extra kostenpflichtige) Kahnfahrt lohnt sich unserer Meinung nach nicht: Auf der sehr kurzen Hin- und Rückfahrt sieht man an den Ufern aufgestellte Figuren und Plastik-Krokodile, über die der tschechisch sprechende Fährmann wohl seine Witze macht. Die erstaunlichen Felsformationen sieht man während der Wanderrunde.
Am zweiten Tag besuchten wir Kutná Hora: Der Dom der Heiligen Barbara gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Seine Architektur und Geschichte sind interessant, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die kleine historische Altstadt hat man schnell für sich erschlossen, Kutná Hora ist geeignet für einen Tagesausflug.
Am Nachmittag fuhren wir nach Pardubice, um im Café Bajer in Erinnerungen und Eisgenuss zu schwelgen: Auch hier gibt es eine kleine historische Altstadt: Ein ausgeschilderter Rundgang führt entlang der Sehenswürdigkeiten, deren wichtigste das Schloss ist. Im Schlossgarten leben Pfauen.
Auf der Rückfahrt entdeckten wir die Burg Trosky, die durch das Videospiel "Kingdom Come: Deliverance II" Berühmtheit erlangte. Die Burg bildet den zentralen Schauplatz des Spiels und wird deshalb von vielen Fans aus dem In- und Ausland besucht.
Nur kurze Fahrzeit entfernt befindet sich die Prachauer Felsenstadt, doch da wir zuvor die Adersbacher gesehen hatten, war dies kein Vergleich. Wir waren etwas enttäuscht vom leider völlig verworrenen Wegenetz, das zudem nur in Tschechisch ausgeschildert war. Unsere Empfehlung ist, eine Offline-Karte mitzunehmen, denn die spärlich angebrachten Übersichtspläne stimmen mit der Wirklichkeit nicht überein. Beeindruckend waren einige Aussichtspunkte, von denen aus man über das Gebiet schauen kann.
