Paros

Die Insel Paros ist mit 25 x 15 km nur halb so groß wie Naxos und infrastrukturell gut erschlossen, und es gibt auch einen Inlands-Flughafen. Wanderwege gibt es nicht viele, umso mehr schöne Strände. Auch hier findet man keine großen Hotel-Anlagen. Gebäude dürfen nicht mehr als zwei Etagen haben.

 

Wir wollten im April das Osterfest auf Paros erleben – das wichtigste Fest der griechisch-orthodoxen Kirche. Was wir uns vorgestellt hatten, wurde übertroffen. Was wir erlebt haben, wird uns in Erinnerung bleiben. 

 

Unsere Highlights und Empfehlungen für Paros:

  • Parikia, die Inselhauptstadt: Im Frühjahr geht es hier sehr gemächlich zu. Viele Geschäfte haben noch geschlossen, nicht alle Restaurants schon geöffnet. Eine große Strandpromenade wie auf Naxos gibt es nicht. Abends wird die Straße entlang des Ufers für den Autoverkehr gesperrt, dort befinden sich etliche Restaurants. Hinter der ersten Häuserreihe befindet sich eine schöne Altstadt mit schmalen Gassen, blauweißen Häusern und schönen Fotomotiven. 
  • Unser Hotel Onira, gelegen am Ortsausgang. Eine wunderbare, ruhige Oase mit wenigen Zimmern, die von der deutsch sprechenden Holländerin Angelique geführt wird. Das große Grundstück mit Pool ist liebevoll dekoriert und bietet überall kleine Sitzecken. Angelique kocht auf Wunsch für ihre Gäste, oder man gelangt in 5 Minuten Fußweg zu den ersten Lokalen der Stadt, in 15 Minuten ins Stadtzentrum von Parikia. 
  • Spaziergang zum Leuchtturm im Norden der Insel vom Parkplatz am Kloster Agiou Ioánni tou Déti. Von dort aus
    sind es ungefähr 3 km Wanderweg durch eine sehr interessante Landschaft mit zerklüfteten Felsen. Der Leuchtturm ist geschlossen, doch von dort hat man eine schöne Aussicht über die Küste und das Meer. 
  • Naoussa ist der zweite größere Ort auf der Insel - ein sehr lebendiges Städtchen. Hier gibt es viele Restaurants entlang des Ufers und in der Innenstadt und schöne Sandstrände.

Ostern auf Paros:

  • Am Karfreitag (Kreuzigung von Jesus) werden tagsüber die Kirchen und der Epitaph geschmückt. Es ist ein Tag der Trauer und der Klagegesänge. In den kleinen Dörfern und auch in der Stadt gibt es nachts die Karfreitags-Prozessionen durch die Gassen mit Hunderten bzw. Tausenden Teilnehmern. 
  • Am Vormittag des Karsamstags wird das Heilige Feuer aus der Grabeskirche in Jerusalem von einer Abordnung der griechischen Regierung mit einem Flugzeug abgeholt. Nach der Ankunft am Flughafen in Athen wird die Flamme durch Linien- und Sonderflüge oder Fähren zu elf regionalen Flughäfen und Inseln in ganz Griechenland weitertransportiert und von dort aus an alle orthodoxen Kirchen in Griechenland verteilt. 
  • Die Karsamstags-Messe beginnt ca. 23 Uhr. Um Mitternacht bringt ein hoher Geistlicher das Heilige Licht mit Kerzen aus der Sakristei in den Kirchenraum voller Gemeindemitglieder und Besucher, die ihre mitgebrachten Kerzen am Heiligen Licht entzünden und im Nu von Kerze zu Kerze weitergeben und dabei sagen: „Jesus ist auferstanden!“.
    Die Kirche, der Kirchhof und der Vorplatz der Kirche voller Lichter: Was für ein bewegender Moment! 
    (Die Kerzen mit dem Heiligen Licht werden bis nach Hause gebracht und damit das Haus gesegnet.)
  • Die 40tägige Fastenzeit ist nun vorbei. Gleich im Anschluss an die Heilige Messe kann man in den Restaurants Magiritsa-Suppe essen, mit den Innereien des Lamms, das am kommenden Mittag gegrillt wird. 
  • Der Ostersonntag wird so richtig gefeiert! Wir erlebten die größte Feier der Insel in Naoussa: eine laute, riesige Party mit Tausenden Menschen! Die Tische stehen voller Speisen und Alkohol, Junge und Alte tanzen ausgelassen auf den Bänken, und es gibt Feuerwerk. 

Kontakt:                            
Margot Avemark & Konrad Schulze

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