Wir hatten Sehnsucht nach dem Meer! Deshalb flogen wir Ende Februar 2026 kurz entschlossen für 1 Woche nach Ägypten. Wir buchten das Hotel Sentido Akassia Beach in der Nähe von
Marsa Alam. Dies war auch der Flughafen, auf dem wir ankamen. Der Transfer von dort dauert ca. 40 Minuten, von Hurghada aus fährt man über 2 Stunden.
Sentido Akassia Beach liegt zusammen mit zwei
weiteren, voneinander getrennten Hotels in El Quseir. Eine super gepflegte, weiträumige Hotel-Anlage mit hoteleigenem Strand und vorgelagertem Riff. Das Hotelpersonal ist durchweg freundlich und
sehr um die Gäste bemüht, jedoch nicht aufdringlich. Die Mitarbeiter arbeiten fast rund um die Uhr und jeden Tag. Trotzdem sind sie immer gut gelaunt und versuchen, ein wenig deutsch zu sprechen.
Außer dem Buffet-Restaurant, wo es drei Mahlzeiten gibt und in welchem täglich das Angebot wechselt, gibt es auch ein mediterranes und ein ägyptisches Restaurant.
Das Hotel war Ende Februar gut belegt, das Wetter jeden Tag sonnig, jedoch mit kühlem Wind, und das Meer angenehm warm (ca. 20 °C). Der Aqua-Park hinter dem Hotel hatte noch nicht geöffnet. So
war es ruhiger, was uns ganz recht war.
Die Hotels entlang der Küste liegen mitten in der Wüste, und man kann die Hotel-Anlage nicht verlassen. Dafür ist "All Inclusive" in diesen Hotels generell üblich und auch sehr gut. Zu jeder
Zeit erhält man gutes Essen und Getränke, und man kann in den Geschäften der Hotel-Anlage einkaufen. Wir haben nicht nur an Strand und Pool entspannt, sondern auch Ausflüge
gebucht, durch die wir sehr viel erlebt und gesehen haben.
Unsere Tipps und Empfehlungen für Ägypten:
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Trinkgeld (Bakschisch): Das mussten wir erst einmal lernen. Das Trinkgeld ist Teil des Gehaltes für jegliche Art von Dienstleistungen und sollte im Reise-Budget mit
eingeplant werden. Dabei sind Euro-Münzen weniger sinnvoll: Die Einheimischen können sie nicht verwenden, sie müssen sie (bei den Urlaubern) in Scheine eintauschen. Besser ist es, ein wenig
ägyptische Währung am Geldautomaten zu holen, um damit kleinere Gefälligkeiten zu belohnen. Für größere Dienstleistungen (Reiseleiter, Transfer ...) sind Euro-Scheine gern gesehen.
Das Thema Bakschisch begleitet überall und ständig: Auch für kleinere Gesten wird Geld erbettelt. Auch dort, wo man es nicht für möglich hält (z. B. für Fotos in den Grabkammern, Wasserhahn
bedienen in der öffentlichen Toilette, Handtuch-Ausgabe im Hotel). Man muss also immer entscheiden, ob eine kleine Geste ein Trinkgeld wert ist und dann konsequent sein.
- Waren werden nicht ausgepreist. Es ist üblich zu handeln. Wenn man einen Rabatt von 25 - 50 % erzielt, sind meist beide Seiten zufrieden. Sollte der Verkäufer zu aufdringlich werden, dann
lieber die Verhandlungen abbrechen.
- Bei Ausflügen werden Touristen in Geschäfte geleitet, in denen (wirklich gute!) einheimische Produkte vorgestellt werden (Papyrus, Alabaster, Öle u.v.m.). Teilweise erlebten wir hierbei sehr
aggressive Verkaufs-Taktiken. Man darf sich nicht überrumpeln lassen und selbst entscheiden, ob man sich auf das Geschäft einlassen möchte.
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Ausflug nach Luxor und zum Tal der Könige - Unsere Top-Empehlung!
Luxor, das "größte Freilichtmuseum der Welt", ist die Stadt auf dem Gebiet des antiken Theben, der
ehemaligen Hauptstadt des Neuen Reiches.
Vom Hotel wurden wir 4 Uhr mit dem Touristenbus abgeholt. Die Fahrt dauert > 4 Stunden.
Im Tal der Könige wurden bisher 64 Gräber gefunden, weitere sind noch unentdeckt. Im Ticket ist der Besuch von drei Grabkammern enthalten. Wir waren u. a. in der Grabkammer Nr. 1 von
Ramses VII - die erste Grabkammer, die gefunden wurde. Alle Felsengräber sind absolut faszinierend - geschmückt mit gut erhaltenen Wandgemälden und Hieroglyphen. Die Grabkammer der Brüder
Ramses V und VI ist extra kostenpflichtig, aber eine der größten und schönsten mit mehreren Räumen.
Im Anschluss fuhren wir zur weitläufigen Anlage mit dem Totentempel der Hatschepsut, der ersten weiblichen Pharaonin.
Nach dem Mittagessen wurden wir in einem kleinen Boot ans andere Nilufer übergesetzt und bestaunten am Nachmittag den überwältigenden Karnak-Tempel. Diese Tempelanlage entstand über
einen Zeitraum von über 1500 Jahren.
Unser Reiseleiter war Mahmoud Mohsen. Er ist sehr kompetent, spricht gut Deutsch und hat eine eigene
Reiseagentur. (Gern auch direkt bei ihm buchen.)
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Ausflug nach Kairo - Unsere unbedingte Empfehlung!
Ab Hurghada (2 Stunden Fahrt) per Inlandsflug (1 Stunde) zu erreichen. Wenn man die Wartezeiten am Flughafen mit
einrechnet, benötigten wir fünfeinhalb Stunden.
Am Vormittag hatten wir Zeit, das neue Große Ägyptische Museum zu besichtigen, u. a. mit dem Schatz aus
dem Grab Tutanchamuns. Eröffnet im November 2025, ist es das größte archäologische Museum der Welt. Vom Museum aus kann man direkt auf die Pyramiden blicken, die wir am
Nachmittag erkundeten.
Es gibt einen kleinen Ausflug, den unser Reiseleiter empfohlen hatte, zu einem Fotospot, der etwas außerhalb liegt, nur per Pferdegespann oder Kamelritt zu erreichen. Wir fanden es nicht
so lohnenswert, viel bessere Motive bietet später der Stop an der Sphinx.
Wir fuhren bis an die Pyramiden heran. In die Cheops-Pyramide kann man hineingehen (Ticket kaufen!), wir kletterten den steilen Gang in einer kleineren Pyramide hinunter (kostenfrei), wo man
in einer kleinen Kammer und Nebenkammer ankam. Beeindruckend jedoch, vor der großen Pyramide zu stehen und die Größe der Steinblöcke zu bewundern, aus denen sie errichtet wurde.
Beide Tagesausflüge können natürlich nur einen ersten Eindruck der Wunder und Schätze des Landes vermitteln!
Allein im Ägyptischen Museum könnte man schon einen Tag verbringen.
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Tauch- / Schnorchel-Ausflug - Enttäuschend!
Der Ausflug unter der Überschrift "Die schönsten Riffe im Roten Meer" führte nach Port Ghalib, wo wir ein größeres Boot
bestiegen. Gemeinsam mit 12 anderen ähnlichen Booten, jedes mit min. 30 Gästen an Bord, ankerte es in der Bucht Marsa Mubarak. Die Touristen erhielten auf den Booten Schnorchel-Ausrüstung,
wurden mit Schlauchbooten ein Stück ins offene Gewässer gebracht und dort fast alle gleichzeitig "ausgekippt". Man musste sich erst mal einen Platz erkämpfen und aufpassen, dass man
nicht dauernd die Flossen eines anderen ins Gesicht bekommt. Und vor allem, dass man bei der Gruppe des eigenen Bootes bleibt, während alle durcheinander schwimmen und sich
überkreuzen. Es war chaotisch, und wir haben das Schnorcheln abgebrochen. Am Meeresgrund gab es drei Schildkröten zu sehen und eine Seekuh (Dugong).
Auch gegenüber den Tieren finden wir diesen Touristen-Nepp unverantwortlich. Jedes der Boote brachte mehrere eigene Schlauchboote mit. Dominierend waren Lärm und Benzingeruch.
Zum Schnorcheln oder Tauchen ist deshalb ein Hotel "mit eigenem Riff" sinnvoller als einen solchen Ausflug zu buchen. Im hoteleigenen abgegrenzten Badebereich haben wir jede Menge schöner
Fische und sogar einen Blaupunkt-Rochen gesichtet. Wind und Meer waren meistens stürmisch, deshalb war in unserer Urlaubswoche leider immer die rote Fahne gehisst, d. h. es war nicht erlaubt,
außen am Hotel-Riff zu schnorcheln.